Schlösser &amp; Herrensitze Schlösser und Herrensitze im Schaumburger Land EisenbahnbrückeDiese fünfbogige Eisenbahnbrücke im Verlauf der Bahnlinie Hannover-Minden stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie führt bei Petzen über die Bückeburger Aue und wurde - wie viele Brücken in dieser Region - aus Obernkirchener Sandstein errichtet. Wehr und BrückeDas Wehr und die zweiteilige Brücke befinden sich an der Stelle, wo der Auekanal von der Bückeburger Aue abzweigt. Der Auekanal wurde errichtet, um bei Hochwasser für eine Entlastung der Aue zu sorgen. FlachsteinbrückeDiese unscheinbaren, aber mühevoll errichteten Bauten bestehen aus Sandsteinblöcken als Widerlager, über die mächtige Deckplatten aus Sandstein gelegt wurden. Die meisten dieser Bauwerke wurden inzwischen durch Betonbrücken oder -rohre ersetzt. SchneitelbaumbestandBesonders knorrigen Baumgestalten, die sich in etwa zwei Metern Höhe in mehrere Stämme zerteilen, begegnet man in den >Schneitelwäldern< innerhalb des Schaumburger Waldes. MühlenwehrIn Meinsen-Warber staut ein breites Mühlenwehr die Aue. Obstwiese bei Meinser KämpenGerade an den Ortsrändern - so wie hier bei Meinser Kämpen - hat es in früherer Zeit wesentlich mehr Obstwiesen gegeben als heute. Sie dienten hauptsächlich der Selbstversorgung der bäuerlichen Familien und lagen daher dicht bei den Hofstellen. Bückeburger NiederungDie Bückeburger Niederung stellt eine Besonderheit innerhalb der Bördenlandschaft dar. Während die Börde aufgrund der fruchtbaren Lössböden allgemein als Ackerlandschaft bekannt ist, präsentiert sich die Bückeburger Niederung als Wiesenlandschaft. Kolonistensiedlung am HarrlGraf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ließ Kolonien von 2 Morgen Größe anlegen und mit einem einfachen Haus bebauen. Sie wurden am Rande der dörflichen Feldmarken als kleine Siedlungen in den Wald gerodet. 83DampfmaschineDie Maschine steht in einem Maschinenhaus an der Schulstraße 26 und ist durch das Fenster zu sehen. Mühlenensemble VehlenDie erst Anfang der 1990er Jahre endgültig stillgelegte Mühle, der benachbarte Meierhof mit der kleinsten Brauerei Niedersachsens und der Mühlenbach entlang der Straße mit dem Wehr sind noch als Ganzes zu betrachten. BergehaldenlandschaftenUm 1800 begann im Schaumburger Bergbau der Übergang von den Stollenbetrieben am Hang des Bückeberges zu den Schächten des Tiefbaues, die dem Kohleflöz in die Tiefe der Schaumburger Mulde folgten. BergehaldeDie rechteckige Halde des größten Förderschachtes der Tiefbausohle D, WD III ist kaum zu übersehen. Sie liegt direkt an der B 65. 69Kunstschacht II SüdhorstenDie >Kunstschächte< waren - im Unterschied zu Förder- Anfahr- oder Wetterschächten - mit technischen Anlagen zum Abpumpen der anfallenden Grubenwasser versehen. Der Schacht ist 1847/54 geteuft worden und 74,60 m tief. Gusseiserne SchwengelpumpeSchon von der Straße aus ist die mannshohe, imposante Schwengelpumpe aus der Zeit um 1870 gut zu sehen. Sie diente der Gartenbewässerung und der Versorgung der ehemaligen Hofanlage mit Trinkwasser. Stollenmundloch1769 wurde der längste und tiefstgelegene vorindustrielle Stollen eingeweiht. Eine Wappentafel über dem Mundloch erwähnt die beiden damals herrschenden Fürsten aus Hessen und Schaumburg- Lippe, jeweils mit dem Namen Wilhelm, da der Bergbau ja gemeinsam - in Kommunion - betrieben wurde. BrikettfabrikAuch als Ruine ist die Brikettfabrik noch ein bemerkenswertes Industriedenkmal. Stollenportal des LiethstollensUnzweifelhaft besitzt der Liethstollen eines der ein- drucksvollsten erhaltenen Stollenportale des ganzen deutschen Steinkohlebergbaus. GlasmacherrastplatzDiese Grotte mit Sandsteintischen und Bänken, unmittelbar neben dem Standort der 1914 zerbrochenen knorrigen Mutterbuche, wurde 1886 von Glasmachern aus Sandstein und Wannensteinen gebaut. Ziegel-Brennofen NienstädtDie in Nienstädt entwickelten Koksbacköfen, die >Schaumburger Meileröfen Blankhammer bei BuchholzVom Buchholzer Blankhammer existiert nur noch das Wehr aus behauenen Sandsteinquadern mit einer Fallhöhe von 1,50 m im Mittellauf der Bückeburger Aue. Seitliche Ausmauerungen befinden sich im Zerfall, nur die Staumauer wurde ausgebessert. 103Arensburger PapiermühleDie älteste Schaumburger Papiermühle steht bei der Arensburg. Bereits im Jahre 1602 schloss Fürst Ernst mit dem Papiermachermeister Christoffer einen Vertrag über den Bau einer Papiermühle im Amt Arensburg. Wehranlage der SchlingmühleDas seit 1999 trockengefallene Wehr aus behauenen Sandsteinquadern hat eine Fallhöhe von 2,20 m und eine Breite von 11 m. Die Anlage ist ein typisches Beispiel für die im 18. Jh. errichteten Kunstbauten im Mittellauf der Bückeburger Aue. Rolfshäger EisenhammerMitte des 18. Jh. förderte die hessische Regierung die Anlage von Eisenhämmern an Aue und Exter. Über einen heute noch sichtbaren Stichkanal wurde das Wasser der Aue zum Betrieb geführt. Bernser EisenhammerDer idyllisch gelegene Eisenhammer in Bernsen war lange Jahre auch eine beliebte Ausflugsgaststätte mit heckenumzogenen Sitzplätzen unter schattigen Bäumen und einer kleinen Brücke über die Aue. Ölmühle PoggenhagenDie Schneide- und Ölmühle zu Poggenhagen wird im Schatzregister von 1561 noch nicht genannt, aber im Besaatregister von 1565. Sie scheint somit in der Zwischenzeit von dem Gutsherren von Corenberg auf Bodenengern erbaut worden zu sein. Kalksteinbrüche bei BuchholzDirekt gegenüber der Arensburger Papiermühle liegt eine Reihe kleiner Kalksteinbrüche des >weißen Jura<. 131Gut KattenbruchEiner der ältesten Einzelhöfe des Auetals aus der Kolonisationsphase des 13. Jh. ist das Gut Kattenbruch. Das alte schaumburgische Rittergeschlecht von Bardeleben ließ den Hof im 16. Jahrhundert befestigen. Gut OelbergenDas Gut wird bereits 1260 in einem Zehntregister erwähnt. Zusammen mit dem Gut Coverden gehörte es zum Haushalt des Amtes Schaumburg. Gut BodenengernEine kleine Allee von Linden und eine Brücke markieren den Eingang zum Herrenhaus. Das Gebäude war früher ganz von einem Wassergraben umgeben. Als sächsischer Besitz bereits 1056 urkundlich erwähnt. Ziegelei Krüer>Häuser baut man hübsch und fein (...) mit dem Borsteler Gitterstein Wohnhäuser von SteinbrucharbeiternDie westlichen Dörfer des Auetals, insbesondere Kathrinhagen und Borstel, waren zum Teil eng mit den naheliegenden Obernkirchener Sandsteinbrüchen auf dem Bückeberg verbunden. Streuobstwiese vor der PaschenburgAm Abhang vor der Paschenburg liegt eine Obstwiese mit zum Teil sehr altem Baumbestand. Spätgotische Kapelle in RehrenIn der Dorfmitte, an der Straße nach Kathrinhagen, befindet sich diese schlichte Kapelle. Nach dem Abriss eines direkt anlehnenden Wohnhauses steht sie heute wieder frei auf ihrem Platz. Gedenkplatte für Walter SchlüterEinige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Rehrener Gastwirt Walter Schlüter unterhalb der Autobahnbrücke standrechtlich erschossen. Sein Vergehen: einige unbedachte Äußerungen zur aussichtslosen Lage des Kriegsgeschehens. EllerburgDas früher zur Domäne Möllenbeck gehörige Vorwerk Ellerburg, das im 18. Jahrhundert landgräfliches Gestüt war, wurde aus den Steinen der Othberger Kirche errichtet. Das Dorf Othbergen hatte in der Nähe gelegen und war im Spätmittelalter verlassen worden. GrabhügelGrabhügel (Höhe ca. 120 m, Durchmesser ca. 12 m) der jüngeren Bronzezeit. 1928 durch Ausgrabung weitgehend zerstört. In der Hügelmitte befanden sich Kohle-, Asche- und Knochenreste. HessendorfDie Reihensiedlung Hessendorf wurde 1669 auf Anordnung der Landgräfin Hedwig Sophie, die hier ostwestfälische Einwanderer ansiedeln wollte, aus dem Grundbesitz der herrschaftlichen Domäne Möllenbeck gegründet. SchnatbachDer Schnatbach markiert eine der ältesten noch gültigen Ländergrenzen des Wesergebietes. Schon im Spätmittelalter trennte dieser Bach (Schnat = Grenze) das Fürstbistum Minden von der Grafschaft Schaumburg. Wegkreuzung am Luhdener BergAn dieser ungewöhnlichen achtstrahligen Kreuzung soll im 16. Jh. die Katharinenklause, eine Wallfahrtskapelle, gestanden haben. Im 17. Jh. wird der Ort noch als angeblicher Hexentanzplatz erwähnt. Ehemaliges Gasthaus zur BünteDas Fachwerk-Gebäude ist das älteste Haus auf dem Gebiet der Rintelner Nordstadt. Es wurde um 1685 als Herberge für Reisende gebaut, die bei Hochwasser oder Eisgang nicht mit dem Fährboot nach Rinteln über die Weser setzen konnten. VerladeplatzBis um 1900 wurden an dieser Stelle Holz, Glas und Kohle verladen. Außerdem befand sich hier der Steinhauerplatz für Schaumburger Sandstein. Die Kaimauer ist noch erkennbar. Bis in die 1960er Jahre gab es hier einen Holzlagerplatz für angelandete Weserflöße. Rintelner BürgergärtenGeschützt durch ihre Lage im Hochwassergebiet haben sich rund um Rinteln in einzigartiger Weise die Bürgergärten des Spätmittelalters in fast unveränderter Ausdehnung erhalten. Treidelpfad an der WeserBis in das 19. Jahrhundert wurden die Weserschiffe (Böcke) stromaufwärts vom Ufer aus gezogen. Diese Arbeit übernahmen Menschen- oder Pferdelinienzüge. Erst um 1885 setzte sich die Dampfschleppschifffahrt durch. Historischer UrnenfriedhofDas Gräberfeld mit 40 Urnenbestattungen stammt aus der älteren vorrömischen Eisenzeit. Exter-WehrAn dieser Stelle wurde seit dem 14. Jahrhundert ein Teil des Wassers der Exter für die Rintelner >Mühlenexter< abgeleitet. Kreuzstein und MooreicheAn der Straße befindet sich ein hierher versetzter Kreuzstein aus dem Spätmittelalter. Es handelt sich vermutlich um einen Sühnestein, der zur Erinnerung an ein begangenes Verbrechen gesetzt worden war. Unterer EisenhammerDer untere Eisenhammer ist der letzte derartige Handwerksbetrieb in Norddeutschland. Seit 1949 wird die Wasserkraft, die schon 1903 die Elektrifizierung des Dorfes ermöglichte, mit einer Turbine genutzt, die jährlich rund 120.000 KW erzeugt. Oberer EisenhammerEin in Schaumburg einzigartiger frühindustrieller Fachwerkbau aus dem Jahr 1803. Der Betrieb des Eisenhammers wurde 1970 eingestellt. Heute ist das Gebäude stark vom Verfall bedroht. Begangspfad, auch NiveaupfadBegangspfade wurden ab 1888 in einer Breite von 60 cm angelegt. Sie verliefen von den Forsthäusern in die verschiedenen Waldgebiete. Wegen ihrer wohlüberlegten Lage im Gelände sind sie später oft zu Rückewegen oder Fahrwegen ausgebaut worden. Terrassenäcker bei WennenkampWestlich von Wennenkamp befinden sich deutlich erkennbare Terrassenäcker. Die Terrassierung ist seit dem Mittelalter durch die Bodenbewegungen beim Pflügen entstanden und lässt bis heute die alten Parzellengrenzen erkennen. Flachsröste, Flachsrotte Park des Schlosses ArensburgDie Teiche bei der Arensburg - Hexenteiche genannt - waren während der Hexereiprozesse im 17. Jahrhundert Ort der >Wasserprobe<. Grenzstein 1733Der südlichste Grenzstein der Grafschaft Schaumburg-Lippe stammt aus dem Jahr 1733. Er steht an der Grenze zur hessischen Grafschaft Schaumburg. SchwedenschanzeDie Schwedenschanze bei Westendorf ist eine Erdaufschüttung, die in der mündlichen Überlieferung als Schanze aus dem 30-jährigen Krieg gedeutet wird. Gasthaus PaschenburgDas Gasthaus Paschenburg wurde 1842 als Ausflugslokal errichtet. Hier fanden Mitte des 19. Jh. bedeutende Sängerfeste statt. Nunmehr zu erahnen ist die großzügige Allee, die von der Paschenburg nach Westen führte. "Hexenlinde" vor der Burg SchaumburgEine mehr als 500 Jahre alte Gerichtslinde steht vor dem Tor der Schaumburg. Der Sage nach soll sie von einem der Hexerei angeklagten Mädchen zum Beweis seiner Unschuld gesetzt worden sein. Hudewald KattengrundCharakteristisch für Hudewälder, die meist nahe der Siedlungen lagen und nur einen lichten Baumbestand hatten, sind einzelne, mächtige Eichen mit auffallend breiter Krone, die im Herbst viele Eicheln abwerfen. Streuobstwiesen KoverdenIn sonniger Südhanglage unterhalb der Domäne Coverden liegen beiderseits der Straße, die zur Schaumburg hinauf führt, zwei große Baumwiesen mit hochstämmigen alten Obstsorten. Sie sind nicht nur ein schöner Anblick, wenn sie im Frühjahr in leuchtend weißer Blüte stehen, sondern verweisen als typisches Kulturlandschaftsmerkmal auf eine Zeit, als das Obst noch nicht ganzjährig im Supermarkt eingekauft werden konnte und jeder Hof, jedes Gut seine eigene Obsternte einbringen und Vorräte anlegen musste. Verladestelle KohlenstädtIm 18. und 19. Jahrhundert Verladestelle für Sandstein und Kohle vom Obernkirchener Bückeberg. Der Sandstein wurde meist nach Bremen verschifft und von dort aus als >Bremer Stein< nach Übersee. Der viel ältere Name des Ortes leitet sich von >keoal< (= kalt, verlassen) ab. Wennenkämper Kirch- und TotenwegVon Wennenkamp und Friedrichswald führte ein Kirch- sowie ein gesonderter Totenweg zur Kirche nach Hohenrode. In Dorfnähe verliefen sie auf gleicher Trasse, doch trennten sie sich im Wald, wo sie bis zu 450 m voneinander entfernt verliefen. Brunnen bei WennenkampMehrere Brunnen gibt es in der Umgebung von Wennenkamp. Im Trockensommer 1959 waren die Einwohner des Dorfes auch auf das Wasser des etwa 1 km entfernten Weinreis-Brunnens angewiesen. 142Die FriedrichsdörferDie Dörfer sind Siedlungsgründungen des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der so genannten Binnenkolonisation ließ Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel vier neue Dörfer entstehen, die nach ihm benannt wurden. Schlösser &amp; Herrensitze Schlösser und Herrensitze im Schaumburger Land